Der Regen ist zurück.
Gut, dass wir jetzt (fast) nur auf Asphalt unterwegs sind.
Wir sitzen einen Dauer-Regentag in Concordia aus.
Die bis zu 800 Jahre alten Yatay-Palmen im Nationalpark El Palmar wollen wir bei schönem Wetter erleben.
Das gelingt uns dann auch.
Wir übernachten mit schönem Blick auf die Palmen in der Abendsonne.
Am nächsten Tag fahren wir nach
Buenos Aires.
Das absolute Kontrastprogramm.
Wir finden einen guten Stellplatz an der Promenade im Stadtteil Puerto Madero. Einziger Nachteil: die Techno-Beschallung geht bis in die Morgenstunden.
Wir bummeln zwei Tage durch die Stadt und genießen besonders die Atmosphäre im Stadtteil Puerto Madero.
Eine Woche vor unserem Rückflug nach Deutschland erreichen wir wieder Uruguay. Wir besuchen Colonia de Sacramento, Unesco-Kulturstadt, am Rio de la Plata.
Über Montevideo, mit Übernachtung an der sonnigen Promenade, erreichen wir am
25. April unser vorgeschobenes Basislager „UY-Storage“.
Die letzten Tage dieser Tour verbringen wir mit aufräumen, Wäsche waschen, putzen und mit der Vorbereitung unserer nächsten Tour durch das unglaublich abwechslungsreiche Südamerika.
Bis zu deren Start im August/September hat das UY-Team bestimmt die kleineren Reparaturen am K2 ausgeführt und auch das schleifende Geräusch, das uns seit der Schlammfahrt begleitet, geortet und abgestellt 😊
Vielen Dank an alle Besucher unserer Homepage. Mit euren schönen und emotionalen Gästebuch-Einträgen habt ihr uns so manche Gänsehaut verschafft.
Wir freuen uns, euch auch auf unserer
5. Tour durch Südamerika hier wieder begrüßen zu dürfen.
Schöne Sommerzeit in Deutschland, oder wo auch immer es euch hinzieht.
Auf einem letzten Rundgang durch die Esteros del Iberá treffen wir nochmal auf einen schönen, großen Kaiman.
Danach verlassen wir die Region Corrientes und fahren in die Wälder von Misiones.
Das ist der Zipfel Argentiniens, der zwischen Paraguay und Brasilien liegt und zu den Iguazú Wasserfällen führt, unserem
nächsten Ziel.
Vorher schauen wir uns noch die Ruinen der Jesuiten-Mission San Ignacio an.
Und dann haben wir sie erreicht.
Die mächtigen Wasserfälle des Rio Iguazú.
Es soll hier 275 Wasserfälle geben.
Wir haben sie nicht gezählt.
Der Anblick ist einfach überwältigend.
In der „Garganta del Diablo” stürzt das Wasser 90 m in die Tiefe.
Auf Lehmpiste fahren wir dann durch den Nationalpark Iguazú zu den Saltos
de Mocaná.
Der Wasserfall ist nur ca. 10 Meter hoch aber unglaubliche 3 km breit.
Im Zodiak erlebten wir die Wasserfälle besonders „intensiv“.
Über eine Erdpiste wollen wir nochmal zu
den Esteros del Iberá fahren. Es muss die letzten Tage viel geregnet haben.
Die Piste ist vollkommen aufgeweicht. Wir versuchen alles, aber irgendwann kommen wir auch mit Allrad und Untersetzung nicht weiter.
Ein Kleinbauer auf der fast menschenleeren Strecke bietet uns einen Platz für die Nacht an, den wir gerne annehmen.
Wir sind fix und fertig.
Der Bauer rät uns dazu die Nacht abzuwarten. Es fällt kein Regen mehr und wir nehmen die 80 km zurück am nächsten Morgen unter
die Räder.
Bremsen und Schaltgestänge sind durch den vielen Schlamm vollkommen verklebt und funktionieren nur noch manchmal.
Wir schaffen es trotzdem zurück zur Hauptstrasse und gönnen unserem K2 eine Wagenwäsche und einen Besuch in der Werkstatt.
Ist ein Ziel erreicht, geht ein Traum zu Ende.
Nachdem wir die Puna mit all ihren fremden und spannenden Landschaftsformen verlassen hatten, ging für mich, Anette, ein Traum zu Ende.
Es war schwer, an den kommenden, flachen Landschaften Gefallen zu finden.
Es änderte sich ja über viele hunderte, oder schon tausende Kilometer nichts an diesem Bild von grünen Feldern und Wäldern.
Aber…unsere Reise geht weiter.
Spannende Ziele gibt es auch hier wieder zu entdecken.
Wir haben uns im Chaco Nationalpark von den Affen wach brüllen lassen und in den großen Sümpfen Argentiniens, den Esteros del Iberá, die Wasserschweine, Sumpfhirsche und Kaimane nicht nur gesucht, sondern auch zahlreich gefunden.
Auch das sind für uns vollkommen neue Erlebnisse.
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